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26.11.2021
Düngemittel: Erhebung des Statistischen Bundesamtes

Tiefpunkt bei Ausgaben für Düngemittel

Gemäß Angaben des Statistischen Bundesamtes ging der Verbrauch an N-, und P-Düngern im Wirtschaftsjahr 2020/21 deutlich zurück. Die Ausgaben der Landwirtschaft für Mineraldünger sind auf dem Niveau von 2005. Der DRV hat die Angaben in übersichtlichen Schaubildern zusammengefasst.
 

Kürzlich hat das Statistische Bundesamt (DESTATIS) die detaillierten Angaben zur Düngemittelversorgung (Fachserie 4, Reihe 8.2 – Wirtschaftsjahr 2020/21) vorgelegt.

Der Absatz von Mineraldüngern an landwirtschaftliche Absatzorganisationen oder Endverbraucher in Deutschland aus inländischer Produktion oder Einfuhr im Wirtschaftsjahr 2020/21 (Juli 2020 bis Juni 2021) ist mit 4,7 Mio. t (einschließlich Kalk) in Summe zwar identisch, dies ist jedoch zum Großteil auf den erhöhten Kalkabsatz zurück zu führen. Die Mengen im Einzelnen:
– 1,27 Mio. t Stickstoffdünger (Vj. 1,37 Mio. t; – 7,8 %)
– 0,19 Mio. t Phosphatdünger (Vj. 0,25 Mio. t; – 22,4 %)
– 0,45 Mio. t Kalidünger (Vj. 0,42 Mio. t; + 6,4 %)  und
– 2,83 Mio. t Kalkdünger (Vj. 2,67 Mio. t; + 5,8 %).

Der Aufwand an Nährstoffen je Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche aus Handelsdüngern verringerte sich 2020/21 im Vergleich zu 2019/20 bei Stickstoff von knapp 83 kg auf noch gut 76 kg, bei Phosphat von knapp 15 kg auf 11,6 kg. Kali dagegen stieg von 25,3 kg auf knapp 27 kg. Die Menge an ausgebrachtem Kalk variiert witterungsbedingt von Jahr zu Jahr erheblich. 2020/21 lag sie mit 166,4 kg wieder deutlich über dem Vorjahreswert von rund 159 kg/ha.

Im Wirtschaftsjahr 2020/21 haben die Landwirte 1,642 Mrd. € für Handelsdünger (einschl. Kalk) ausgegeben, so wenig, wie zuletzt 2005. Bei N- und P-Düngern wurde der leichte Preisanstieg (um etwa 5 %) durch den Mindereinsatz deutlich überkompensiert. Die Ausgaben für Kalidünger stiegen mengenbedingt leicht (+ 3,3 %), obwohl der Preis (um 2,8 %) nachgegeben hat. Kalk war preislich unverändert, Mehrausgaben von + 5,6 % sind ausschließlich mengenbedingt.

Der DRV hat die Angaben des Statistischen Bundesamtes zu übersichtlichen Schaubildern über den Mineraldüngerabsatz insgesamt sowie separat für die Nährstoffe Stickstoff, Phosphor, Kali und Kalk zusammengefasst. Eine weitere Übersicht zeigt den Aufwand an Nährstoff je ha landwirtschaftlich genutzter Fläche seit 1949/50.

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In Vertretung
Dr. Michael Reininger
Pflanzenschutz, Düngung, Gefahrstoffe,
Agrartechnik, Digitalisierung
 
Telefon: 030 856214-533

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