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12.08.2020
Absatz von Pflanzenschutzmitteln sinkt

Genossenschaften bieten Landwirtschaft Alternativen

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Berlin, 12. August 2020. Der Absatz von Pflanzenschutzmitteln in Deutschland ist weiter rückläufig. Darauf hat das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit heute hingewiesen. „Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln ist stark von den jeweiligen Witterungsverhältnissen abhängig. Der zu beobachtende Rückgang ist aber auch eine Folge der erhöhten Sensibilität und des Einsatzes modernster Technik in der Landwirtschaft“, beurteilt Dr. Henning Ehlers, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV), die Entwicklung. Es gibt aber auch die andere Seite der Medaille: Wegen extrem hoher Anforderungen und schleppenden Zulassungsverfahren gibt es immer weniger unterschiedliche Wirkmechanismen gegen Schädlinge. „Es drohen Resistenzen. Insbesondere bei anspruchsvollen Kulturpflanzen wird es zunehmend schwieriger, Schädlinge und Krankheiten wirksam zu bekämpfen. Die Anbauvielfalt ist in Gefahr“, führt Ehlers aus.

Die moderne Agrarwirtschaft strebt stets nach Verbesserungen. Landwirtinnen und Landwirte setzen verstärkt auf digitale Lösungen wie satelliten- und sensorgestützte Technologie und Prognosemodelle. Ehlers: „So können Betriebsmittel aller Art ressourcenschonend ausgebracht werden. Das nutzt dem Betrieb wirtschaftlich und schont die Umwelt.“ Beim Einsatz modernster Lösungen stehen die genossenschaftlich orientierten Unternehmen des grünen Sektors an der Seite der Landwirtschaft. Sie bieten in allen Regionen Deutschlands die passende Technik und fachspezifische Beratung an. So tragen sie als Dienstleister der Landwirtschaft dazu bei, dass die Vielfalt heimischer Lebensmitteln auf dem Teller und im Glas erhalten bleibt.

Damit diese Vielfalt auch in Zukunft von deutschen Äckern kommt, müssen klare wissenschaftliche Kriterien zugrunde gelegt werden, wenn es um die Genehmigung von Wirkstoffen und die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln geht. Dies betrifft den Ökolandbau genauso wie die konventionelle Landwirtschaft. Der DRV warnt vor quantitativen Reduktionszielen. Es gilt nicht die Menge weiter zu reduzieren, sondern das von der Verwendung ausgehende Risiko. Die genossenschaftlich orientierten Landhändler leisten gern ihren Beitrag, um auch in dieser Hinsicht die Beratung zu stärken.

Weiterführende Informationen stellt der Deutsche Raiffeisenverband unter raiffeisen.de bzw. in der Meldung vom 12. August 2020 zur Verfügung.
 

Über den DRV

Der DRV vertritt die Interessen der genossenschaftlich orientierten Unternehmen der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft. Als wichtiges Glied der Wertschöpfungskette Lebensmittel erzielen die 1.984 DRV-Mitgliedsunternehmen in der Erzeugung, im Handel und in der Verarbeitung von pflanzlichen und tierischen Erzeugnissen mit rund 92.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 64,9 Mrd. Euro. Landwirte, Gärtner und Winzer sind die Mitglieder und damit Eigentümer der Genossenschaften.

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Im Auftrag
Wiebke Schwarze
Pressesprecherin
 
Telefon: 030 856214-430

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