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18.12.2020
DRV-Veranstaltung

Farm-to-Fork-Strategie aus Sicht der USA

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Am 12. Januar 2021 präsentiert die Leiterin der Agrarabteilung an der Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika, Frau Kimberly Sawatzki, im Rahmen eines Online-Meetings die amerikanische Studie zu den Auswirkungen der Farm-to-Fork-Strategie der Europäischen Kommission.
 

 

Im Mai 2020 hat die Kommission der Europäischen Union zwei Strategien angenommen:

Der DRV hat ausführlich hierüber berichtet. Die beiden Strategien sollen sich gegenseitig ergänzen und die Natur, Landwirte, Unternehmen und Verbraucher zusammenbringen, um gemeinsam auf eine wettbewerbsfähige und nachhaltige Zukunft hinzuarbeiten. Im Einklang mit dem europäischen Grünen Deal werden ehrgeizige EU-Maßnahmen und Verpflichtungen vorgeschlagen, um den weltweiten Verlust an biologischer Vielfalt zu stoppen und unser Lebensmittelsystem derart umzugestalten, dass wir globale Standards für wettbewerbsfähige Nachhaltigkeit schaffen. Die Maßnahmen und Verpflichtungen sollen – so die Kommission im Rahmen einer Pressemeldung – die Gesundheit von Mensch und Planet schützen sowie die Lebensgrundlage aller Akteure in der Lebensmittelwertschöpfungskette sichern.

Die Strategien haben in Deutschland und auf europäischer Ebene kontroverse Diskussionen ausgelöst. Der DRV hat eine Stellungnahme dazu abgegeben (Meldung vom 1. September 2020). Allerdings fehlte es bislang an einer systematischen Folgenabschätzung zu den Überlegungen der Kommission. Diese wurde auch von den EU-Agrarministern im Rahmen eines Treffens im Oktober 2020 gefordert.

Schließlich hat das Landwirtschaftsministerium der Vereinigten Staaten von Amerika eine Studie vorgelegt, die sich mit den Auswirkungen der Farm-to-Fork- und der Biodiversitätsstrategie im Rahmen des Green Deal auf die Landwirtschaft und den Agrarsektor beschäftigt.

Der Report ”Economic and Food Security Impacts of Agricultural Input Reduction Under the European Union Green Deal’s Farm to Fork and Biodiversity Strategies” setzt sich kritisch mit den Überlegungen der EU-Kommission auseinander. Er ist bislang die erste detaillierte Folgenabschätzung: In drei Szenarien, die einen zunehmenden Umfang der Übernahme des Plans in der EU und dem Rest der Welt zugrunde legen, wurden die Auswirkungen der geforderten Reduktion und Extensivierung der Landwirtschaft auf die Wirtschaft und die Ernährungssicherheit untersucht. Im Ergebnis gehen die Autoren von einem deutlichen Rückgang der landwirtschaftlichen Produktion aus, was sich unmittelbar auf den Selbstversorgungsgrad und die Exporte der EU auswirkt. Die geschätzten BIP-Verluste in der EU reichen von 71 bis 186 Mrd. US-Dollar, während die weltweiten Verluste zwischen 94 Mrd. und 1,1 Billionen US-Dollar liegen. Die landwirtschaftliche Produktion würde zurückgehen, die Lebensmittelpreise würden steigen und die Ernährungssicherheit von weiteren 22 bis 185 Millionen Menschen, vor allem in Asien und Afrika, wäre gefährdet.

Auf Anfrage des Deutschen Raiffeisenverbandes hat sich Frau Kimberly Sawatzki, Leiterin der Agrarabteilung an der Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika, bereit erklärt, die US-Studie im Rahmen eines Online-Meetings vorzustellen und zu erläutern.

Termin: 12. Januar 2021, 14:00 bis 15:30 Uhr
Anmeldung: per E-Mail an Christine Schaplow (
schaplow@drv.raiffeisen.de)



 
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In Vertretung
Dr. Michael Reininger
Pflanzenschutz, Düngung, Gefahrstoffe, Digitalisierung
 
Telefon: 030 856214-533

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