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12.05.2021
Novellierung des Klimaschutzgesetzes

Erfolg braucht Verlässlichkeit

Porträt: Franz-Josef Holzenkamp (Präsident des Deutschen Raiffeisenverbandes e.V.)

Berlin, 12. Mai 2021. „Die Novellierung des Klimaschutzgesetzes ist ein Schnellschuss“, erklärt der Präsident des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV), Franz-Josef Holzenkamp. Klimaschutz ist ein wichtiges Gut und wird von den im DRV zusammengeschlossenen genossenschaftlich orientierten Unternehmen der Agrar- und Ernährungswirtschaft aktiv unterstützt. „Damit unsere Mitglieder ihre erfolgreiche Arbeit im Klimaschutz fortsetzen können, brauchen sie Verlässlichkeit. Einheitliche europäische Regelungen sind dafür enorm wichtig“, so Holzenkamp weiter.

Die Raiffeisen-Genossenschaften reduzieren stetig durch Veränderungen an ihren unternehmensinternen Prozessen den CO2-Ausstoß. Zudem helfen sie als Dienstleister der Landwirtschaft, klimafreundlicher zu werden. Damit haben die genossenschaftlich orientierten Unternehmen dazu beigetragen, dass der Sektor Landwirtschaft nach Berechnungen des Umweltbundesamtes seine Klimaziele für das Jahr 2022 schon im Jahr 2020 erreichte.

Erfolgreicher Klimaschutz setzt verlässliche Rahmenbedingungen voraus. Wenn aus rechtlichen oder fachlichen Gründen Anpassungen des bestehenden Klimaschutzgesetzes erforderlich sind, müssen sie eine gewisse Dauerhaftigkeit besitzen. Holzenkamp: „Dies ist bei dem vorliegenden Gesetzentwurf fraglich, da die 
europarechtlichen Vorgaben fehlen. Ohne sie ist eine erfolgreiche Novellierung nicht möglich.“ Das gilt umso mehr, als dass das Bundesverfassungsgericht für die Umsetzung seiner Vorgaben eine Frist bis Ende 2022 gesetzt hat.

Über den DRV

Der DRV vertritt die Interessen der genossenschaftlich orientierten 
Unternehmen der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft. Als 
wichtiges Glied der Wertschöpfungskette Lebensmittel erzielen die 1.766 DRV-Mitgliedsunternehmen in der Erzeugung, im Handel und in der Verarbeitung von pflanzlichen und tierischen Erzeugnissen mit rund 92.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 64,2 Mrd. Euro. Landwirte, Gärtner und Winzer sind die Mitglieder und damit Eigentümer der Genossenschaften.
 

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