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16.07.2020
DRV unterstützt Projekt zur Roggenfütterung

Genossenschaften engagieren sich in der Forschung

DRV-Hauptgeschäftsführer Dr. Henning Ehlers

Berlin, 16. Juli 2020. Der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) unterstützt ein neues Forschungsprojekt, das belegen soll, wie neue Fütterungskonzepte die Tiergesundheit fördern. „Die Studie Rye-SaFe hat besonders für unsere Genossenschaften großes Potential“, stellt DRV-Hauptgeschäftsführer Dr. Henning Ehlers fest. „Schweinehalter stehen derzeit vor großen Herausforderungen. Innovationen wie diese sind daher besonders gefragt. Deshalb sind einige unserer Mitgliedsunternehmen Projektpartner und auch wir als Verband unterstützen gern die Forschung.“ Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hatte jüngst die Zusage für die Förderung des Projekts erteilt. Beim DRV fand nun ein Auftakttreffen der Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft statt.  

Untersucht werden soll im Rahmen von Rye-SaFe, ob sich die Salmonellenbelastung in der Sauenhaltung sowie in der Ferkelproduktion durch eine roggenbetonte Fütterung reduzieren lässt. An dem Forschungsprojekt sind die Viehvermarktung Walsrode und weitere Mitgliedsunternehmen des Deutschen Raiffeisenverbandes ebenso beteiligt wie der Saatgutzüchter KWS, die Tierärztliche Hochschule Hannover sowie weitere Projektpartner (1). 

RyeSaFe ist eng verknüpft mit dem 6-R-Projekt (2). Es befasst sich damit, wie Mastschweine von mehr Roggen im Futter profitieren können. Rye-SaFe setzt im Unterschied dazu schon bei Sauen und Ferkeln an. „Wir haben festgestellt, dass bereits viele Ferkel Salmonellen aufweisen, wenn sie auf den Höfen angeliefert werden. Wir müssen also dafür sorgen, dass schon die Sauen und in der Folge natürlich die Ferkel weniger belastet sind“, sagt Willi Behrens von der Viehvermarktung Walsrode. Wenn weniger Tiere an Salmonellen erkranken, sinkt der Einsatz von Antibiotika in den Ställen. In der Folge hat das auch positive Effekte auf die Nahrungsmittelsicherheit, denn Salmonellen sind vom Tier auf den Menschen übertragbar. Behrens: „Wenn wir all das – mehr Tierwohl, weniger Medikamente und sichere Lebensmittel – allein durch neue Fütterungskonzepte erreichen, haben alle Seiten viel gewonnen.“ Zusätzlich können roggenbetonte Futtermischungen den CO2-Ausstoß in der Schweinehaltung um mehr als 20 Prozent verringern. Denn Hybridroggen verbraucht im Anbau gegenüber Weizen weniger Dünger, Pflanzenschutz und Wasser. Das wissenschaftliche Projekt Rye-SaFe wird ebenfalls durch groß angelegte Feldstudien mit mehr als 3.000 Sauen und mit Daten aus der Praxis begleitet. Die Kombination aus Forschungsprojekt Rye-SaFe und Feldstudie wird durch die enge Kooperation der Viehvermarktung Walsrode mit dem Saatgutzüchter KWS erst möglich. 

Der DRV hatte bereits das 6-R-Projekt unterstützt und fungiert auch in Zukunft gern als Plattform für Austausch und Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft. 

 

(1): Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (Projektkoordinator); vertreten durch Prof. Christian Visscher; Universität Rostock, vertreten durch Prof. Petra Wolf; Institut für Umwelttechnik und Energiewirtschaft der technischen Universität Hamburg, vertreten durch Prof. Martin Kaltschmitt; AniCon Labor GmbH

(2): 6-R steht für Regionale Renaissance von Roggen und Raps zur Reduktion von Problemen in Pflanzenbau und Tierproduktion durch Reevaluation der Inhaltsstoffe und deren gezielte Nutzung zur Förderung des Umwelt-, Tier- und Verbraucherschutzes. 

 

Über den DRV

Der DRV vertritt die Interessen der genossenschaftlich orientierten Unternehmen der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft. Als wichtiges Glied der Wertschöpfungskette Lebensmittel erzielen die 1.984 DRV-Mitgliedsunternehmen in der Erzeugung, im Handel und in der Verarbeitung von pflanzlichen und tierischen Erzeugnissen mit rund 92.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 64,9 Mrd. Euro. Landwirte, Gärtner und Winzer sind die Mitglieder und damit Eigentümer der Genossenschaften.

 



 
logo-signatur.png         Deutscher Raiffeisenverband e.V.
Im Auftrag
Wiebke Schwarze
Pressesprecherin
 
Telefon: 030 856214-430

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